eTwinning-Qualitätssiegel 2021 für die Parkschule Essingen

Aus der Mitteilung der Kultusministerkonferenz (KMK) / Pädagogischer Austauschdienst (PAD):

Die Jury ist sich einig, dass Ihr Projekt »Dreams Do Not Have To Wear Masks!« das eTwinning-Qualitätssiegel verdient! Wir gratulieren Frau Breitbach Ziegler und den beteiligten Schülerinnen und Schülern ganz herzlich zu dieser Leistung.

eTwinning ist Teil des EU-Programms Erasmus+ Schulbildung und bietet einen kostenlosen Zugang zu einer sicheren Plattform mit einem geschützten Online-Projektarbeitsraum.

Das eTwinning-Qualitätssiegel wird als Auszeichnung an Lehrkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler vergeben, die im Rahmen einer eTwinning-Partnerschaft hervorragende Projektarbeit geleistet haben. Es würdigt das Engagement, Europa erlebbar zu machen, neue mediendidaktische Wege zu beschreiten, Fremdsprachen in einem authentischen Kontext zu vermitteln sowie die interkulturellen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu stärken.  

In Deutschland wird das Qualitätssiegel einmal jährlich vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz als nationaler eTwinning-Koordinierungsstelle sowie den Kultusministerien und Senatsverwaltungen der Länder verliehen.

Aus dem Gratulationsschreiben der Kultusministerin Theresa Schopper:

„Dreams do not have to wear masks“: Essinger Sechstklässler planen die Welt im Jahr 2050

„Träume müssen keine Maske tragen“ – unter diesem Motto nimmt die Klasse 6a der Parkschule Essingen seit Januar an einem internationalen eTwinning-Projekt der Europäischen Union teil – gemeinsam mit Schülern aus der Türkei, Litauen und Griechenland. Nachdem die Schüler sich mit einem kurzen englischen Text und einem selbsterschaffenen Avatar ihren Projektpartnern aus den anderen Ländern vorgestellt hatten, bestand der nächste Schritt darin, der internationalen Gruppe die eigene Heimat zu präsentieren. Dafür erstellten die Essinger Schüler in kleinen Gruppen Präsentationen auf Englisch, in denen sie beispielsweise ihre eigene Schule, die Ostalb oder Aspekte ihres Heimatlandes vorstellten und dafür eine Rückmeldung der Partnerschüler bekamen. Ebenso wichtig war jedoch, dass einige der Sechstklässler sich im Feedbackgeben auf Englisch üben und ihren Projektpartnern aus dem Ausland eine Rückmeldung geben durften, was auf großes Interesse stieß. Fabienne Kolb aus der 6a betont: „Es war sehr interessant, etwas von den anderen zu erfahren und mehr aus ihrem Land zu sehen.“ 

Parallel dazu verdeutlichten die Schülerinnen und Schüler aus den vier Partnerschulen über einen Logo Contest noch einmal, worum es in diesem eTwinning-Projekt gehen sollte, indem sie ein eigenen Logo für das Projekt entwarfen. Um ihre eigenen Masken ein wenig freundlicher zu gestalten, wurde zudem der International Day of Happiness am 20. März dazu genutzt, Einmalmasken dem Anlass entsprechend zu verzieren und die der Partnerschüler zu bewundern, wie Emy Tran berichtet: „Ich fand die Masken und den Logo Contest voll interessant, weil ich mich immer freue, die Sachen vom anderen zu sehen.“  

„Mir hat in den letzten Wochen der Logo Contest am besten gefallen“, betont ihre Mitschülerin Sina Schäffler. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, es zu malen.“ Sie fügt hinzu: „Besonders interessant bei den anderen Schülern finde ich die Pandemie-Tagebücher.“ Bei dieser Aktivität trainierten die Essinger Sechstklässler im März nicht nur das freie Schreiben auf Englisch, sie beschäftigten sich auch mit der Frage, wie es ihnen selbst in einem Jahr Pandemie ergangen ist – wie sie sich fühlten, wie sich ihr Alltag veränderte und was sie in dieser Zeit erlebten.  

An diese Aktivität schließt nun im April eine gemeinsame Videokonferenz von Schülern und Lehrern aller vier Schulen an, während der die teilnehmenden Schüler ausloten, wie sie sich trotz der Pandemie wohlfühlen können. Parallel diskutieren sie auf der gemeinsamen Online-Plattform, wie sie sich angesichts der momentanen Probleme ihre Zukunft im Jahr 2050 vorstellen. Für diejenigen, die ihre Gedanken bildlich darstellen möchten, bietet der Earth Day am 22.04. die Möglichkeit, mittels Naturmaterialien ein Bild zu legen und den internationalen Partnern mittels eines Fotos die eigenen Vorstellungen zu diesem Thema zu vermitteln. 
Annette Breitbach-Ziegler

Bild oben: Emy und Simay aus der 6a mit ihren Masken zum International Day of Happiness 
Bild unten: Eintrag einer Schülerin im Pandemie-Tagebuch in Englisch

 


Dreams do not have to wear masks - Träume müssen keine Masken tragen

Projekt "eTwinning": Parkschule Essingen geht beim Fremdsprachenuntericht innovative Wege

„Träume müssen keine Maske tragen“ – unter diesem Motto nimmt die Klasse 6a der Parkschule Essingen an einem englischsprachigen eTwinning-Projekt teil, gemeinsam mit Partnern aus der Türkei, Griechenland und Litauen. Im Rahmen des Projekts erkunden die Sechstklässler ihre von der Pandemie und Masken geprägte Lebenswelt und loten gemeinsam mit ihren internationalen Partnerschülern aus, wie sich ihre Umgebung bis ins Jahr 2050 weiterentwickeln kann.

Dabei bietet eTwinning, das zum Erasmus+-Programm der Europäischen Union gehört, mit seinen mehr als 200000 Partnerschulen aus ganz Europa einen idealen Rahmen, um interessierten Schülern virtuelle Auslandserfahrungen zu ermöglichen. Adrian Jacuzzi, der sich sehr für neue Medien interessiert, fand den Umgang mit der Plattform zwar anfangs nicht ganz einfach, inzwischen ist es aber „richtig cool“ in seinen Augen. „Kontakte zu anderen Kindern knüpfen in diesen Coronazeiten finde ich richtig klasse“.

In einem ersten Schritt stellen die Gemeinschaftsschüler aus Essingen nun sich selbst auf Englisch vor und erarbeiten in kleinen Gruppen ihre Lebensverhältnisse in Essingen bzw. in ihrem Heimatland Deutschland, um ihren Mitschülern aus den drei Partnerländern einen Eindruck zu vermitteln, wie sich ihr Alltag unter Pandemiebedingungen gestaltet. Gerade die Arbeit in kleinen Gruppen an verschiedenen Themen aus dem Alltag ermöglicht dabei die für die Gemeinschaftsschule typische Differenzierung und trägt dazu bei, dass die Sechstklässler auf ihrem Niveau in Englisch gefördert werden können.

In einem zweiten Schritt erträumen sich die Schülerinnen und Schüler dann in multinationalen Teams, wie die Welt im Jahr 2050 aussehen könnte. „Ich finde es toll, dass man sich mit Menschen aus anderen Ländern unterhalten kann“, erklärt Sina Schäffler, Schülerin aus der 6a, und ihre Mitschülerin Solea Pflugbeil ergänzt: „Außerdem lernt man, sich auf Englisch zu verständigen.“

Neben der konkreten Arbeit an den Zukunftsvorstellungen beinhaltet das Projekt zum Safer Internet Day am 09. Februar auch eine Bewusstmachung, welche Regeln für das Verhalten im Internet gelten. Der Weltglückstag am 20. März wird Anlass für eine Reflexion bieten, was Glück für Schüler bedeutet und welche Rolle es im Jahr 2050 spielen kann in einer Welt, die die Sechstklässler aus Essingen sich in den nächsten Monaten erträumen werden – frei von jeder Maske.
Annette Breitbach-Ziegler


Das internationale Kollegium bei einer vorbereitenden Videokonferenz. Links oben Frau Breitbach-Ziegler, Lehrerin an der Parkschule.