Ein Hund, viele Kinder, viele Aufgabenfelder und ganz viel Spaß!

Doti, am 4. April 2018 geboren, zeigte schon in der Sozialisierungsphase, dass er mit seiner Feinsinnigkeit und (Herzens-)Intelligenz ein idealer Lern- und Trainingspartner werden könnte. Bereits ab der 12. Woche begleitete er mich in die Schule.
Er diente von Beginn an als Lärmdämpfer und vor allem als Motivator.
Um Verantwortlichkeiten am „Doti“-Tag wurde und wird gerungen: Hundedienst mag jede/r haben!

An Doti-Tagen stellt das jeweilige Hundeteam meiner Klasse zusätzlich ein Schild in den Lernbereich vor den Klassenzimmern. So sind alle Anwesenden des Bereiches darüber informiert, dass Doti anwesend ist. Im Klassenzimmer stellen die Kinder die wassergefüllte Schüssel im Hundebereich auf und legen eine Decke für Doti aus. In einer Hundeklasse zu sein fanden alle super, aber schon bald merkten sie, auch dies war eine Lernaufgabe! Doch alle waren hochmotiviert, diese zu meistern und Verantwortung für den Hund zu übernehmen.

Neben praktischen Einheiten, in denen z.B. einzelne mit dem Hund arbeiten, eignen die Kinder auch theoretisches Wissen über Hunde an. Ein Hund ist eine Persönlichkeit und kein Stofftier, das war ganz schnell klar! Kindern, denen das Lesen lernen Mühe bereitet, zeigen Ehrgeiz und Durchhaltevermögen, wenn sie die Hundestationen durcharbeiten. Denn dieses Wissen wollen sie haben!

Kinder, die Zahlen und Mengen nicht so leicht verknüpfen können, würfeln gerne mit Doti. Spielerisch und mit Freude können sie so einen Zugang zur Mathematik bekommen.

Zusatzaufgaben mit dem Hund gemeinsam zu bearbeiten, sich dabei abzusprechen und abzuwechseln üben Kinder, die die Pflichtaufgaben rasch erledigt haben. Auf der Ebene der Selbstaktivität und der komplexen Aktion planen sie z.B. eine Übung zur „Zahlenmauer“: Ein Kind würfelt mit Doti die Ziffern, das andere notiert diese an der Tafel und das dritte Kind rechnet aus. Für die nächste Rechenmauer tauschen sie die Rollen.

Mit dem Hund kann die intrinsische Motivation der Kinder aktiviert und aufrechterhalten werden. Zur Förderung und zur Forderung.

Ausführlich beschäftigen wir uns auch mit der Sprache von Hunden untereinander und deren Höflichkeitsregeln. Der Transfer auf unsere Klassengemeinschaft fällt leicht-  ein tolles Sozialkometenztraining!

Heike Kuhn, Klassenlehrerin Klasse 2b

Schulhund "Doti" unserer Lehrerin Heike Kuhn hat in Klasse 2b ein Zuhause gefunden