Kl. 5b: Waldprojekt als Erster Preis der Kreissparkasse

Die Klasse 5b verbrachte am 10. und 11. November 2 Tage im Wald.
Nachdem sie sich am Mittwoch mit dem Thema Umwelt beschäftigt haben, waren sie am Donnerstag im Wald Bäume pflanzen. Mit Handschuhen und Spaten bewaffnet, fingen sie an Löcher zu graben und die Bäume zu pflanzen. Nach ca. 2 Stunden waren alle Bäume gepflanzt. Nach getaner Arbeit konnten sie entweder den Wald erkunden oder konnten sich ein bisschen ausruhen.
Nachdem wir uns mit einer heißen Suppe gestärkt hatten, gingen wir mit unserem Lehrer Herr Bischoff und zwei Betreuern in den Wald, Spiele spielen.
Beim ersten Spiel musste man sich einen Partner nehmen und man wurde zusammengebunden. Als „Wildschweine“ mussten sie verschiedene Hindernisse überwinden, um auf die andere Seite des Grabens zu kommen.
Beim zweiten Spiel mimten die Jungs Fledermäuse und die Mädchen Eulen. Sie bekamen eine Augenmaske und mussten an einem Seil entlanglaufen. Die Mädchen und die Jungs starteten aber nicht an der gleichen Stelle, sondern an zwei verschiedenen, also liefen sie sich irgendwann über den Weg.
Beim dritten Spiel waren manche Wölfe und manche Rehe. Die Rehe mussten sich in einer abgegrenzten Gegend im Wald vor den Wölfen verstecken und die Wölfe mussten sie fangen, es wurde aber auch einmal durch gewechselt.
Nach dem vierten und letzten Spiel war der Tag auch schon wieder rum. Die Klasse war sich am Ende der zwei Tagen einig, dass es sehr schön war und dass sie viel gelernt haben.

Nico Gnilka Kl. 5b

Kl. 5b: Erster Preis beim Wald-Projekt des Ostalbkreis

Aus der Schwäpo vom 11.11.2021:

Das Jahr 2050 schon im Blick

Umwelt Wald-Erlebnis-Projekt mit Schulen soll den Blick auf aktuelle Entwicklungen schärfen. Preisträger verbringen zwei Tage im Wald. Von Kuno Staudenmaier

Schwäbisch Gmünd/Essingen

Sie gehen fürs Klima nicht auf die Straße, sondern in den Wald: Die Klasse 5b der Parkschule Essingen geht im Taubentalwald in Schwäbisch Gmünd dem Klimaschutz auf den Grund, erfährt beim Waldpädagogik-Projekt den direkten Zusammenhang zwischen Verhalten und Veränderung. Am Nachmittag führt ein Planspiel im Wald die Schülerinnen und Schüler ins Jahr 2050. Dabei erfahren sie, welche Schritte 2021 nötig sind, um das Leben 2050 erträglicher zu machen. Hinter dem Projekt stecken die Kreissparkasse Ostalb, der Ostalbkreis und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. „Die Kinder erleben die Diskussionen um Klima, Ökologie und Nachhaltigkeit“, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse vor Ort im Forstpavillon beim Taubentalwald. Sie bemängelten, dass viel geredet werde, dass aber nichts passiere. Deshalb gebe es diese Aktion, bei der die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt stehe. Dr. Joachim Bläse schätzt es, dass sich so viele Schulen für das Vorhaben gemeldet haben.

Am Ende entschied das Losglück. Die Kinder der Parkschule Essingen – es geht um den ersten Preis – sind dem Umweltschutz nicht nur theoretisch auf der Spur, an diesem Mittwoch geht das Waldpädagogik-Projekt in der Praxis weiter. Gemeinsam mit Fachleuten der Forstverwaltung dürfen sie im Wald bei Schwäbisch Gmünd-Weiler 300 Bäume pflanzen. Förster Wolf Noack: „Ziel ist es, den Schulkindern in einer ganz besonderen Atmosphäre aufzuzeigen, was ihre eigene Lebensweise mit dem weltweiten Klimawandel zu tun hat, was der Wald und die Natur uns für mögliche Lösungsansätze liefern und wie wir Einfluss darauf nehmen können.“

Plädoyer für Umweltbildung

Umweltbildung ist auch das Ziel der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, wie Jens-Olaf Weiher, Vorsitzender des Kreisverbandes, betont. Er erinnert an die langjährigen Aktivitäten der Gemeinschaft, an die Baumpflanzungen in der Nachkriegszeit wie an die aktuellen Herausforderungen. Dafür stehe zum Beispiel die „Alarmstufe grün“, ein interaktives und informatives Wald- und Klima-Planspiel. Wichtig sei, „dass die Angebote auch angenommen werden“, so Weiher.

Im aktuellen Fall klappt es. 21 Schulen haben sich am Waldpädagogik-Projekt beteiligt. Darauf weist der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ostalb, Markus Frei, hin.

Abtauchen im Wald

Auch der zweite und dritte Preis, den die Klasse 5b der Buchenbergschule Ellwangen und die 6a der Schäfersfeldschule Lorch gewonnen haben, sei pädagogisch wertvoll: „Es gibt je drei Termine mit dem Waldmobil vor Ort in den Schulen.“ Die Kreissparkasse pflege Nachhaltigkeit nicht nur auf dem Papier, sondern ganz real an vielen Stellen. Die Sparkassen-Stiftung unterstütze etwa das ganz in der Nähe des Forstpavillons gelegene Streuobst-Zentrum. „Es geht darum, das Thema Nachhaltigkeit in der Bildung zu verankern.“ Dazu sei es wichtig, die Themen griffig zu gestalten. Die Urkunde über die Teilnahme am Waldpädagogik-Projekt übergibt Markus Frei an Michael Bischoff, Lehrer an der Parkschule.

Die Funktionen des Waldes für die Umwelt und die Menschen liegen Gmünds Erstem Bürgermeister Christian Baron am Herzen. Nachhaltige Entwicklung und Ökologie sieht er als Schwerpunkt in der aktuellen Bildungslandschaft. Er lädt die am Wettbewerb Waldpädagogik Beteiligten zum Verweilen im Taubentalwald sein. Jens-Olaf Weiher bestärkt sie und verteilt die Holz-Murmeln für die Wald-Kugelbahn, die fast bis ins Tal führt. Die eigentlichen Gewinnerinnen und Gewinner des Tages, die Kinder aus Essingen, sind längst ins Waldleben abgetaucht, versuchen, das Planspiel 2050 an den einzelnen Stationen erfolgreich zu meistern.

Ökologie und Klimaschutz aktiv zu gestalten, darum geht es im Wald-Erlebnis-Projekt von Kreissparkasse Ostalb, Ostalbkreis und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Es geht darum, das Thema Nachhaltigkeit in der Bildung zu verankern.“ Markus Frei, Vorstand Kreissparkasse