Parkschule Essingen
50 Jahre Parkschule Essingen
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Parkschule Essingen feiert ihren 50. Geburtstag

1965 wurde in Essingen die Parkschule von den Klassen 5 – 8 bezogen. Aus der damaligen „Parkvolksschule“ entwickelte sich in 5 Jahrzehnten eine moderne, weiterführende Schule, die von vielen zu Recht an der Spitze der baden-württembergischen Schullandschaft gesehen wird. Am vergangenen Mittwoch, 24. Juni  wurde in einer Jubiläumsveranstaltung dieser 50. Geburtstag angemessen gefeiert.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler der Parkschule. Beiträge gab es von der Bläserklasse (Kooperation mit dem Musikverein Essingen, Leitung Marc Pöthig), von Tanzvorführungen der Mädchen der 8. und 9.Klasse (Leitung: Schülerin Selina Lehmann) sowie der Klassen 5 – 7 (Leitung: Simone Genkinger), von der Klasse 4a mit Liedbeiträgen (Leitung Katja Paulus), von der Theater AG der Grundschule (Halina Pelz) und der Schulband (Leitung: Thomas Maile). Den Abschluss bildete ein großer Schüler-Lehrer-Chor mit dem „Gemeinschaftsschullied“ der Parkschule unter Leitung von Damaris Leser-Reuther.

Schulleiter Heinrich Michelbach begrüßte zahlreiche Gäste in der Remshalle  und gab einen zweiteiligen Rückblick auf 50 Jahre Parkschule: Schon vor 1965 besaßen Essinger Gemeindeverwaltung und Gemeinderäte den Weitblick, sich durch eine eigenständige, weiterführende Schule von der sich ausbreitenden Kreisstadt Aalen abzusetzen. Die Parkschule war zunächst als 1-zügige Hauptschule geplant, wurde dann aber in zwei weiteren Bauabschnitten zur Grund- und Hauptschule erweitert. Außerdem kam die Remshalle mit zwei weiteren Klassenzimmern in unmittelbarer Nähe dazu.
Weitere Erweiterungen gab es erst in jüngster Vergangenheit: Mit der Einführung der Ganztagesschule wurde 2008 ein Mensaanbau mit Aufenthaltsbereich für den Ganztagesbetrieb erstellt. 2012 wurde die Parkschule Essingen mit 34 anderen Starterschulen eine der ersten Gemeinschaftsschulen im Land. Nun können die Schülerinnen und Schüler bis Klasse 10 unterrichtet werden, haben die Möglichkeit, den Realschulabschluss- oder den Hauptschulabschluss abzulegen oder bei entsprechender Qualifikation direkt nach Klasse 10 in ein allgemein bildendes oder berufliches Gymnasium zu wechseln. Als Gemeinschaftsschule erlebt die Parkschule einen regen Zulauf. Nicht nur Kinder aus Essingen, sondern aus umliegenden Gemeinden und bis aus Aalen wählen die Parkschule als ihre weiterführende Schule.
So war absehbar, dass die bisherigen Räume nicht reichen werden - und 2014 wurde in Rekordzeit ein zweistöckiger Anbau mit modern ausgestatten Klassen- und Lerngruppenräumen erstellt und in Betrieb genommen.
Ausblick: Die Weiterentwicklung der Parkschule macht neben der anstehenden Generalsanierung noch eine Erweiterung der Schulgebäude notwendig: Ausbau des Ganztagesbereichs und Aufstockung des Neubaus sind angedacht. Auch die Renovierung der naturwissenschaftlichen und technischen Fachräume wird durch die Neuausrichtung als Gemeinschaftsschule notwendig.

Bürgermeister Wolfgang Hofer ging in seinem Grußwort kurz auf die Entwicklung der Schulen in Essingen seit 1584 und in jüngster Vergangenheit ein.  Bereits 2007 waren Bürgermeister und Schulleiter mit einer Abordnung von Gemeinderäten, Lehrern und auch Eltern im schweizerischen Romanshorn, um sich dort von neuen Schulmodellen inspirieren zu lassen. Nicht nur aktuell, sondern bereits in den vergangenen Jahrzehnten bewilligte der Gemeinderat notwendige Gelder zur inneren und äußeren Schulentwicklung.

Der Leiter des Staatlichen Schulamtes Göppingen Jörg Hofrichter zitierte aus einigen Urkunden der Schulaufsicht. Unter anderem berichtete er von den Schulleitern  der vergangenen Jahrzehnte Schmid und Hay und von den unterrichtlichen Verhältnissen: Bis zu 59 Kinder besuchten 1965 die einzige 4. Klasse, als Schulleiter Schmid bei der Schulaufsicht dringlich anmahnte, diese Klasse endlich teilen zu dürfen. Schulamtsdirektor Hofrichter ist sich sicher, dass die Parkschule auch in 20 oder 30 Jahren noch Bestand haben wird, wenn sie ihre Innovationskraft und Lebendigkeit beibehält.

Elternbeiratsvorsitzender Jens-Werner Thieme freute sich, dass in allen Schritten der jüngsten Schulentwicklung hin zur Gemeinschaftsschule Eltern und deren Vertreter in die Beratungen eingebunden waren und sind.

Ulrich Mildenberger